Fußreflexzonenmassage

Nach altem indianischen Volkswissen stellen die Füße, insbesondere die Fußsohlen, ein verkleinertes Abbild des menschlichen Körpers dar, wobei die einzelnen Arealen mit entfernt liegenden Körperteilen und Organen in Verbindung stehen. Die Reflexzonen finden sich vor allem an den Fußsohlen, aber auch am Fußrücken und seitlich bis zum Knöchel. Dabei ist der rechte Fuß das Abbild der rechten Körperhälfte, der linke Fuß das Abbild der linken Körperhälfte und paarige Organe wie Nieren und Lungen finden sich als Reflexzonen auf beiden Füßen.

Es ist also nicht erforderlich, daß die Behandlung direkt am erkrankten oder gestörten Organ erfolgt, sondern durch die Massage korrespondierender Zonen am Fuß lassen sich gesundheitliche Störungen reflektorisch beseitigen.

Landkarte des Körpers

Der Zustand der Füße verrät etwas über den Gesundheitszustand des betreffenden Menschen. Schmerzhafte Verquellungen oder Verhärtungen, übermäßige Hornhaut oder Hautveränderungen weisen auf gesundheitlichen Störungen hin. Findet sich eine solche Auffälligkeit beispielsweise im Bereich der Magenzone, würden wir dies als eine Störung des Magens interpretieren. Ist die Leber geschwächt, so "meldet" sich die zugehörige Reflexzone als druck- oder schmerzempfindlich bei der Massage. Wird diese Stelle behandelt, so hat das auch Folgen für das zugehörige Organ: die Durchblutung wird verbessert und im Verlauf der Fußreflexzonenmassagen lassen bestehende Schmerzen meistens nach. Die Reflexzonen am Fuß reagieren in der Regel schon empfindlich, noch bevor der Patient irgendwelche Beschwerden verspürt. So läßt sich eine Störung bereits im Anfangsstudium behandeln bzw. eine Krankheitsneigung des Patienten erkennen.

Die Behandlung

Die Fußreflexzonenmassage wird im Liegen durchgeführt. Der Behandler sitzt auf einem Stuhl oder Hocker vor den Füßen des Patienten. Nach einer eingehenden Befragung nach Beschwerden und Erkrankungen erfolgt eine Inspektion der Füße. Wir untersuchen und prüfen die Haut, die Statik des Fußes, das Fußgewebe, Beschaffenheit der Nägel, Druckstellen und die Durchblutung und Temperatur der Füße. Danach tasten wir die Füße systematisch auf Druckempfindlichkeit ab. Wir prüfen dabei die Zonen von Kopf und Hals, Wirbelsäule, Niere und Blase, Verdauungsorgane, Hormonsystem sowie Herz und Atemwege. Die auffälligen Zonen werden anschließend massiert.

Die Behandlung besteht je nach Beschwerdebild aus sechs bis zwölf Sitzungen, in der Regel ein bis zweimal pro Woche. Eine Behandlung dauert etwa eine halbe Stunde.

Einsatzgebiete

Bei folgenden Beschwerden kann die Fußreflexzonenmassage mit Erfolg eingesetzt werden:

Bewegungsapparat:

Wirbelsäulenbeschwerden, Schulter-Arm-Syndrom, Muskelverspannungen und Ischiasbeschwerden

Verdauungstrakt:

Magenbeschwerden, Durchfall Verstopfung, Blähungen, Zahnschmerzen

Atmungsorgane:

Nasennebenhöhleninfektionen, Heuschnupfen, Bronchitis, Asthma bronchiale

Herz-Kreislauf-System:

funktionelle Herzbeschwerden, Lymphödeme, Venenleiden

Nervensystem:

chronische Schmerzen, Trigeminusneuralgien, Schwindel, Nervosität, Schlafstörungen

Urogenital-Trakt:

Blasenbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, klimakterische Beschwerden

Haut:

Neurodermitis und Ekzeme

Nicht angewendet werden sollte die Fußreflexzonen bei Infektionen, Fieber, starken Entzündungen, akuten Venen- und Lymphdrüsenentzündungen und bei entzündlichen und schmerzhaften Erkrankungen der Füße. Auch Erkrankungen, bei denen eine Operation angezeigt ist, sind für die Fußreflexzonentherapie nicht geeignet.


Eine Information von
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© 2000, Heilpraktikerin Susanne Geyer: www.susanne-geyer.de
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Update: 1. Januar 2009